Geschichte
Informationen zur wechselvollen Geschichte des Jagdschloss
und seiner ehemaligen herzoglichen Bewohner.
Gotthilf Ludwig Möckel (1838 - 1915)
bekannter Architekt und Schlossbaumeister, mit einer vielbeachteten Auswahl von originalen Konstruktionszeichnungen des Schlosses.
Porzellan-Teller
Königliches Porzellan aus Dänemark. Vom dänischen Königshaus zu besonderen Anlässen herausgegebene Teller.
Afrika Ausstellung
"In Erinnerung an Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg"
Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg (1873-1969), jüngerer Bruder von Großherzog Friedrich Franz III., weilte im Jahr 1902 zu einem ersten längeren Jagdbesuch in Afrika, dem 1906 eine Reise durch Ostafrika folgte.
Diese Erfahrungen prädestinierten ihn für eine groß angelegte Expedition durch Zentralafrika, das zu diesem Zeitpunkt wissenschaftlich kaum erschlossen war. Die später veröffentlichten Forschungsergebnisse fanden große Beachtung und Adolf Friedrich selbst verfasste den Reisebericht "Ins innerste Afrika". Auf diesen Erfolg aufbauend, gelang es dem Herzog von 1910 bis 1911 eine zweite Zentralafrika-Expedition vorzunehmen.
Diese publizierte er in seiner zweibändigen Reisebeschreibung unter dem Titel "Vom Kongo zum Niger und Nil". Im Jahr 1912 wurde Adolf Friedrich zum Gouverneur von Togo berufen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endete dann 1914 seine offizielle Karriere in der Reichskolonialpolitik. Nach der Abdankung des mecklenburgischen Großherzoghauses nahm er seinen Hauptwohnsitz in Doberan und wurde zum Mittelpunkt der dortigen "Afrikanergemeinde". Zwischen den beiden Weltkriegen unternahm er noch mehrere Reisen nach Afrika. Selbst in der Bundesrepublik fungierte Adolf Friedrich noch einmal in Togo in offizieller Mission. Er starb 1969 in Eutin. Die Ausstellung, eine Schenkung von Werner Trense an den Förderverein Jagdschloss Gelbensande e.V., soll an den Herzog erinnern.